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![]() Stadtansicht vor der Zerstörung 1631 (Stich von Merian) |
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Stadt und Kloster Zehdenick liegen im südwestlichsten
Teil der Uckermark (heute Oberhavelkreis), zwischen Ruppiner Land und
Schorfheide, an einem vormals wichtigen Übergang der Havel. In vorgeschichtlicher Zeit wurde das Havelufer bei Zehdenick
von Menschen der jüngeren Steinzeit und der Bronzezeit besiedelt.
Später ließen sich slawische Völker hier nieder. Von ihnen
stammt wahrscheinlich auch der Ortsname Zehdenick. Das Wort Zehdenick
(dessen mittelalterliche Schreibweise stark variiert) hatte wahrscheinlich
die Bedeutung "Blumental". Zehdenick wurde am 28.12.1216 erstmals urkundlich erwähnt,
als Stadt 1281. Das Nonnenkloster der Zisterzienser wurde 1250 gestiftet,
kurz nach dem Auftreten des „sagenhaften „ Wunderblutes
1249. 1638 wurde es zerstört und bis heute noch als Klosterruine
zu besichtigen. In der zum Kloster gehörenden Scheune ist heute die
Klostergalerie untergebracht. In seiner Geschichte wurde Zehdenick mehrmals fast völlig niedergebrannt,
zuletzt vernichtete ein Feuer am 25.Mai 1801 fast die gesamte Stadt, wodurch
3123 Einwohner obdachlos wurden.
Aufgrund von Tonfunden in der Umgebung der Stadt entstand
Ende des 19. Jahrhunderts eine der bedeutendsten Ziegelindustrien Europas.
Unzählige Lastkähne brachten Zehdenicker Ziegelsteine über
die Havel zum Verkauf. Bis zur Wende 1989 war die Ziegelindustrie neben
dem Isolierwerk Zehdenick der bedeutendste Arbeitgeber der Region.. Einen Teil des Geländes bewirtschaftet heute noch
Hebel. Der zweite große Arbeitgeber hat seine Wurzeln im
Jahr 1921, als eine Fabrik für Isolierstoffe der Elektroindustrie
entsteht, während der DDR-Zeit im Kombinat „Microelektronic"
Frankfurt/O. Am 1. April 1900 wurden die Vororte Dammhast, Camp und
Amtsfreiheit eingemeindet. In den Folgejahren entstehen viele noch heute
sehenswerte Bauten und Anlage, wie z.B. 1906 der Stadtpark, 1911 das Gerichtsgebäude
und 1907-1909 die neue Schleuse. Nach dem 2. Weltkrieg wurden die zerstörten Brücken
der Stadt wieder aufgebaut. 1946 die Zugbrücke und ein Jahr später
die Kampbrücke, die Schleusenbrücke wurde 1958 erneuert.. (Quelle: Festschrift 750 Jahre Zehdenick 1967) |
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