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Historisches:
1267 erstmals
erwähnt unter dem Namen "Badinghe" gelangte der Ort 1270
an das Bistum
Brandenburg und war vom 13. bis zum 15. Jahrhundert im Besitz der Familie
von Badingen auf Schloß Badingen.
Die seit dem 12. Jahrhundert in der Uckermark ansässigen Herren von
Badingen bauten als Lehnsherren Badingen zu einem befestigten Rittersitz
aus. Die Anlage - ein sogenanntes "Festes Haus" - wurde über
die Jahrhunderte mehrfach verändert, hat aber viel vom ursprünglichen
Charakter bewahrt. Älteste Zeugen sind insbesondere die Reste der
Mauern und Türme der einst den ganzen Bereich umgebenden Wehranlagen.
1459 wird Badingen als „oppidum" (Städtchen) bezeichnet.
Im Jahre 1460 gelangte der Ort an Hans von Bredow auf Friesack und 1536
an den Kurfürsten, der es 1551 an die von Trott vermachte.
Der Brandenburgische Hofmarschall Adam von Trott erhob in der Reformationszeit
nach 1540 Badingen zum Mittelpunkt einer größeren Herrschaft
und baute das Feste Haus um. Im Jahre 1666 verstarb der letzte –
in Badingen lebende – von Trott, George Friedrich von Trott. Er
war unverheiratet und ohne Nachkommen. Mit dem Tod des wirklich letzten
der Familie im Jahre 1727, Friedrich Wedige von Trott, der in Himmelpfort
lebte und starb, ging Badingen zurück in den Besitz des Landes und
wurde königliches Domänenamt. Von da an gab es nur noch Pächter.
Die erhaltene Grundgestalt des Herrenhauses mit seinem starken Bruchmauerwerk
geht auf die Zeit des Adam von Trott zurück. Besondere Beachtung
verdienen ein zugesetzes korbbogiges Backsteinportal am hinteren Zugang
und die kunstvollen Gewölbe über drei Erdgeschossräumen.
Das Badinger Feste Haus ist eines der ältesten Renaissanceschlösser
in Brandenburg.
Ein Stich von Merian aus dem Jahr 1652 ist die früheste uns bekannte
bildliche Darstellung der Anlage. Das äußere Bild wurde in
dieser Zeit von einem
Renaissancedach
mit Zwerchgiebel und Schornsteinen bestimmt. Im 19. Jahrhundert erhielt
der Bau über dem 2. Geschoß ein hohes Satteldach mit Fledermausgauben.
Geringfügig verändert sehen wir das Haus heute in dieser Gestalt.
Das Badinger Feste Haus steht in einer Traditionslinie zu den wenig jüngeren
Anlagen in Demerthin und Königs Wusterhausen und .
Nachdem 1727 der letzte Trott verstarb, ging Badingen in Besitz des Landes
und wurde Domänenamt, das im 19. Jahrhundert mit dem Amt Zehdenick
zusammengelegt wurde.
Das Herrenhaus diente nach dem Zweiten Weltkrieg Umsiedlern als Wohnung.
Heute ist das "Feste Haus" im Besitz der Gemeinde und wird für
kulturelle Veranstaltungen genutzt.
Die Kirche ist ein in ihrer ursprünglichen Gestalt erhaltener Feldsteinbau,
der aus dem 13. Jahrhundert stammt und im 17./18. Jahrhundert und 1907
verändert wurde. Die Saalkirche mit quergelagertem Westturm und eingezogenem
Chor diente der Familie von Trott als Begräbnisstätte, ein geschnitztes,
mit Familienwappen verziertes Totenschild ist noch erhalten geblieben.
In den Räumen gibt es eine kleine Heimatstube, die nach
Anmeldung besichtigt werden kann.
Zur Gemeinde Badingen gehören die Ortsteile Osterne und Hellberge.
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